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Anna Siemsen
"Es sind zwei große Erziehungsgedanken, deren konsequente Anwendung noch nirgend geglückt ist, weil sie eine völlige Neuordnung unserer Rechtsbegriffe und damit unserer gesellschaftlichen Praxis notwendig machen würden: Der Gedanke ... der HUMANITÄT und der der PERSÖNLICHKEIT. Der Gedanke der Humanität setzt ..., die Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt, voraus, ... die Gleichheit des Rechtes und der Würde in einer mannigfaltig-differenzierten und gegliederten Vielfalt, die Einheit einer Gemeinschaft, deren Glieder, Gruppen wie Individuen, um so mehr aufeinander angewiesen sind, je stärker sie jeweils ihre Eigenart entwicklen... . So ist diese Forderung der zu einenden Menschheit, oder der zu vollendenden Gesellschaft, welche der Begriff Humanität umfasst, eine Forderung, die ihre Ergänzung findet in der Forderung der individuellen Höchstentwicklung, die der Begriff der Persönlichkeit umschreibt. Beide ergänzen einander und fordern einander." Anna Siemsen, Die gesellschaftlichen Grundlagen der Erziehung, Hamburg 1948, S. 160 Anna Siemsens bildungspolitisches Engagement
„Wir brauchen eine Bewegung, die wahrhaft revolutionär ist, d.h. die nicht mit Reformen und Quaksalbereien am kranken Körper unserer Gesellschaft und unserer Schulen sich begnügt, die nicht bereit ist, das 'bewährte Alte' langsam umzuwandeln [...], nein, die von Grund auf neu bauen will und daher auch das Zerstören nicht scheut.“ Foto und Informationen sind einer virtuellen Ausstellung der Universität Bonn entnommen, die sich mit dem Thema „100 Jahre Frauenstudium“ befasst. |


